Die S-O-S-Übungen
Die S-O-S-Übungen sind eine Abfolge einfacher Übungen, die zur emotionalen ersten Hilfe und Stressregulation eingesetzt werden können. Die Übungsfolge wurde von der Traumatherapeutin Kati Bohnet entwickelt und traumatherapeutisch erprobt. Grundlage der Übungen sind das von Dr. Peter Levine entwickelte Somatic Experiencing® (Verfahren zur Traumabewältigung), die Polyvagal-Theorie nach Dr. Stephen Porges und die EmotionAid® Übungen von Gina Ross.
S-O-S steht für somatisch (= körperlich) orientierte Sicherheit. Hohe Aktivierungszustände wie z.B. Stress, Angst oder Panik finden im Körper statt und benötigen daher nicht nur kognitive, sondern auch körperliche Zuwendung.
Mit den S-O-S-Übungen werden dem Körper und dem Nervensystem neue Signale gegeben und unterstützen somit in der Selbstregulation. Die Übungen helfen in Akutsituationen (z.B. Panikattacken, akuter Stress, Schlafprobleme, Angst, Unruhe, Lampenfieber, Konzentrationsschwierigkeiten,…), aber auch im Alltag als Selbstfürsorge und Training des Nervensystems, damit es in Akutsituationen schneller in die Selbstregulation kommt.
Die S-O-S-Übungen eignen sich sowohl für Kinder als auch für Erwachsene. Sie können alleine, zu Zweit oder in Gruppen durchgeführt werden.

